Zoe Dubno

Nur das Allerbeste

Die perfekte Strandlektüre für den kleinen Hater in uns
Cover: Nur das Allerbeste
dtv, München 2026
ISBN 9783423285216
Gebunden, 288 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Anke Caroline Burger. Nach Jahren im Ausland findet sich die Ich-Erzählerin unter genau den Menschen wieder, vor denen sie damals aus New York geflohen ist: ihrer ehemaligen Clique um das einflussreiche Paar Nicole und Eugene. Am Tag der Bestattung einer Freundin haben die beiden zu einem ihrer künstlerischen Dinner geladen.  Während sie die Anwesenden beobachtet und ihren Unterhaltungen lauscht, wird ihr klar, dass diese für alles stehen, was sie verachtet. Am meisten aber verachtet sie sich selbst dafür, dass sie sich wieder in das Loft an der Bowery hat zurücklocken lassen, wo doch der Abend nicht einmal dem Gedenken an die Freundin, sondern einer jungen Schauspielerin gewidmet ist, die sich inzwischen immer weiter verspätet. Von ihrem Platz auf dem weißen Leinensofa aus beginnt sie, ihre Gastgeber und die nichtsahnend Naturwein nippenden Gäste stumm, systematisch und gnadenlos zu sezieren: jede aufgesetzte Geste, jede mechanisch nachgebetete Meinung, jede pseudo-intellektuelle Pose.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk, 22.05.2026

Rezensent Tobias Lehmkuhl findet Zoe Dubnos Bernhard-Remake überflüssig. Die Autorin gelangt über eine zeitgemäße Kopie der Vorlage "Holzfällen" nicht hinaus, meint er. Auch erreicht sie nicht Bernhards Schärfe im Ton, so Lehmkuhl. Bernhards skandalträchtige Satire auf die Wiener Kulturwelt erscheint Lehmkuhl einzigartig und unerreicht, auch wenn Dubnos Nachbildung mit einer namenlosen Erzählerin, die sich auf einer Gesellschaft über den New Yorker Kunstbetrieb echauffiert für ihn durchaus Spaß bereithält und treffsicher austeilt. 

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 08.05.2026

Über Zoe Dubnos Roman, der sich an Thomas Bernhards "Holzfällen" orientiert, kann Rezensent Martin Oehlen nur müde lächeln. Mehr Eigenständigkeit wäre schön gewesen, meint er. Allerdings kann er auch nicht verleugnen, dass der Text mit seinen Schimpftiraden gegen die heutige New Yorker Kunstschickeria unterhaltsam ist und als Hommage an sein Vorbild funktioniert. Wie bei Bernhard geht es heftig zur Sache, wird gegen Künstler, Mäzene und die Eitelkeit des Betriebs ausgeteilt und zwar in Bernhardschem Stil, also in langen, absatzlosen Sätzen, wie es in der Rezension heißt. Die ein oder andere gute Beobachtung und Beschreibung bietet das Buch auch, so der Rezensent versöhnlich.

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