Zoran Zivkovic erzählt Geschichten, die die Grenzen des Möglichen ausloten: So erhalten Figuren mysteriösen Besuch und das Angebot, eine Reise in die Zukunft zu unternehmen. Andere können vergangene Entscheidungen rückgängig machen und ihrem Leben damit einen alternativen Verlauf geben. Gelegentlich klingelt es auch beim Autor höchstpersönlich an der Tür, und eine seiner Figuren bittet um Einlass.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.03.2012
Nicht ganz so unmöglich erscheint Wiebke Porombka dieses Buch des in Zagreb geborenen Zoran Zivkovic. Vom Nimbus der bewusstseinserweiternden Droge Buch jedenfalls kann der Autor unsere Rezensentin nicht überzeugen. Zivkovics dickes, aus mehreren Erzählbänden bestehendes Buch über die Möglichkeiten des Erzählens und die Verbindungen zwischen Wirklichkeit und Fiktion erinnert sie nur von fern an Musils Möglichkeitssinn und stark an das leicht Verstaubte einer Hoffmannschen Fantastik. Ein paar hübsche Traummomente nebst kurzweiliger Zerstreuung bieten ihr die Texte zwar, aber an die ganz große Magie der Literatur rühren sie nicht.
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