Die Bilder der ukrainischen Orangenen Revolution aus dem Winter 2004 sind noch in Erinnerung. An der Seite von Viktor Juschtschenko eroberte Julia Timoschenko als geheimnisvolle und charismatische Jeanne d'Arc mit dem wie einen Heiligenschein um den Kopf gelegten Zopf die Herzen der Ukrainer. Die frühere Industrielle und vom amerikanischen Wirtschaftmagazin "Forbes" zur drittmächtigsten Frau der Welt ausgerufene Julia Timoschenko wurde im Herbst 2005 von ihrem ehemaligen Verbündeten und Freund, dem zum Präsidenten gewordenen Viktor Juschtschenko, als Premierministerin aus dem Amt entlassen. Die"eiserne Julia", wie ihre Gegner sie nennen, lässt keine Zweifel daran, dass sie bei den Parlamentswahlen im März 2006 siegen und dann als nicht mehr vom Präsidenten, sondern vom Parlament ernannte Regierungschefin zurückkehren wird.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.10.2006
Rezensent Werner Adam hält die Charakterisierung von Julia Timoschenko durch die Autoren im Wesentlichen für gelungen. Die frühere Ministerpräsidentin sei tatsächlich gefährlich "unberechenbar" und in ihrem Machthunger ohne wirkliche Konkurrenz. Allerdings übertreiben es die Autoren Dimitri Popov und Ilia Milstein aus Sicht des Rezensenten an einigen Stellen, wenn sie "waghalsige" Theorien über die inneren Beweggründe von Julia Timoschenko aufstellen. Zudem fallen dem Rezensenten einige Unstimmigkeiten bei den historischen Fakten auf. Gelungen und anschaulich erzählt sei hingegen die Entwicklungsgeschichte Julia Timoschenkos, die aus einfachen Verhältnissen in der Ostukraine stamme und später Ingenieurökonomie studiert habe. Besonders "detailliert", so der Rezensent, schilderten die Autoren die Zeit nach der Unabhängigkeit, als Julia Timoschenko der Aufstieg zur Chefin der ukrainischen Gaswirtschaft gelungen sei.
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