An manchen Tagen kommt einem die Welt trist und langweilig vor. Erst recht, wenn niemand Zeit hat, mit einem zu spielen. Die Protagonistin in Aaron Beckers poetischem Bilderbuch malt daher kurzerhand mit roter Kreide eine Tür an ihre Wand und betritt durch sie eine Welt voller Wunder und Gefahren. Per Boot, Ballon und fliegendem Teppich reist sie auf geheimnisvollen Gewässern, durch Lampion-Wälder und majestätische Städte. Mutig befreit sie sich aus Gefahren, um am Ende glücklich in der Realität zu landen. Ihr kostbares Reisesouvenir: ein Freund, mit dem sie in beiden Welten Abenteuer erleben kann.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.02.2015
So geht ein Bilderbuch, findet Andreas Platthaus und meint Aaron Beckers "Die Reise", in dem der Zeichner ein Mädchen mit einem Stück rote Kreide in ein Abenteuermärchenland aufbrechen lässt. Die Kreide als Mittel zur Überwindung von Hindernissen, und sei es bloß eine Wand, scheint Platthaus genial. Ebenso stark findet er, wie Becker in diesem bereits 2013 in den USA erschienenen Band mit den Elementen kindlicher Träume (goldene Kuppeln, Paläste etc.) spielt und das Prinzip des Bilderbuchs voll ausschöpft, indem er kein einziges Wort für seine Geschichte verwendet und den Leser mit den seitenweise sich entwickelnden Zeichnungen des Mädchens auf die Folter spannt.
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