Aus dem Persischen von Anneliese Ghahraman-Beck. Abbas Maroufis Roman aus dem Iran erzählt von zwei Brüdern wie Kain und Abel und von ihrer Familie, die der Kampf zwischen Eigenem und Fremden zerreißt.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 16.07.2005
"Verstörung und Zerfall, Gewalt und glücklose Leidenschaft" hat Angela Schader in diesem Roman obwalten sehen. "Die Symphonie der Toten" ist bereits 1989 als erster Roman des seit 1996 im deutschen Exil lebenden Iraners Abbas Maroufi erschienen, wie die Rezensentin in ihrer Vorstellung von Maroufis Romanwerk informiert. Sehr beeindruckt legt sie das vielschichtige Geflecht des Romans dar, der den Bruderstreit von Kain und Abel ins nordiranische Ardebil verlegt, in das Haus eines wohlhabenden Kaufmanns. Dessen beide Söhne - geschäftstüchtig und materialistisch der eine, dichterisch begabt, schön und rebbelisch der andere - lässt Maroufi verzweifelt um die väterliche Liebe ringen, und wie er dabei mit scharfem Strich eine soziale Topografie, ringt der Rezensntin offenkundig großen Respekt ab.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Elizabeth Strout: Erzähl mir alles Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…