Abe Frajndlich

Penelopes hungriger Blick

Cover: Penelopes hungriger Blick
Schirmer und Mosel Verlag, München 2011
ISBN 9783829605274
Gebunden, 188 Seiten, 49,80 EUR

Klappentext

Abe Frajndlich, amerikanischer Photograph, 1946 in Frankfurt am Main geboren, studierte die Kunst der Kamera bei Minor White und englische Literatur an der Northwestern University of Evanston/Illinois. In seinem neuen Buch präsentiert er seine Portraits von berühmten Kollegen aus zwanzig Jahren. Darunter finden sich große alte Meister der amerikanischen Photografie wie Ansel Adams und Minor White, aber auch die jungen Talente der Düsseldorfer Schule.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.12.2011

Und wieder erfahren wir nicht, was Penelope mit der Sache zu tun hat. Freddy Langer ehrt den langjährigen Mitarbeiter beim Magazin seiner Zeitung, den Fotografen Abe Frajndlich mit seiner Besprechung. Aber er findet auch echtes Gefallen an diesem Band, mit dem Frajndlich sowohl seinem Ansatz treu bleibt, lieber Geschichten zu erzählen, als Gesichter abzubilden, als auch ein neues Genre begründet: Die Fotografenfotografie. Seit 1988 hat Frajndlich immer wieder Kollegen abgelichtet und versucht, sie in ihrem Starsein zu zeigen, eingehüllt in ihren eigenen Mythos. Laut Langer gelingt ihm das vorzüglich und in beeindruckender Vollständigkeit. Der Rezensent findet sie alle wieder, die großen Fotografen des 20. Jahrhunderts, aufwändig arrangiert, fein ironisch. Lauter Gesichter, so formuliert Langer den Effekt, die die Geschichte der Fotografie und der Kunst widerspiegeln.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 12.12.2011

Glamourbilder sehen anders aus, meint Andrea Gnam. Eine Respektsbezeugung ist das gegenüber einem Fotografen, dem laut Gnam das Kunststück gelingt, durch "Kontextualisierung" und "Unbekümmertheit" den Porträtierten in seinem eigenen Mythos zu zeigen, ohne ihn einfach zu reproduzieren. Wie das geht, erfährt die Rezensentin von Abe Frajndlich selbst, in seinen Anekdoten zur Entstehung der Bilder von Fotografenikonen, die dieser Band versammelt: Thomas Struth wie einer seiner Museumsbesucher, Andreas Feininger vor der New Yorker Skyline - die teils als Auftragsarbeiten für "Life" entstandenen Fotos sind für Gnam nicht weniger als "visuelle Erzählungen" des Oeuvres des jeweiligen Porträtierten. Was das mit Penelopes Hunger zu tun hat, verrät Gnam leider nicht.

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