Seit Jahrtausenden erschüttern Naturkatastrophen die kulturellen Weltbilder sozialer Gemeinschaften. Urte Undine Frömming zeigt an Beispielen aus Island und Indonesien, wie die Bewohner betroffener Gebiete sich durch Maßnahmen wie etwa Rituale vor der Gefahr schützen und wie sie Naturgewalt mythologisch deuten. Die Auswirkungen des Seebebens von 2004, des Krakatau-Ausbruchs von 1883 und des Ausbruchs des isländischen Laki 1783 belegen die globale Bedeutung von Naturkatastrophen und deren Einfluss auf gesellschaftliche Umwälzungen. Schrecken und Faszination entstehen durch die Erkenntnis, dass die Trennung zwischen Natur und Kultur ein allzu kühnes Konstrukt ist.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.10.2006
Enttäuscht zeigt sich der Ökologe und Kulturhistoriker Hansjörg Küster von dieser Arbeit über die kulturelle Bewältigung von Naturkatastrophen, mit der die Ethnologin Urte Undine Frömming promoviert hat. Dabei hält er das Thema für höchst interessant und überaus wichtig. Auch scheinen ihm die Ansätze der Autorin durchaus vielversprechend, ihre in Indonesien und Island durchgeführten Feldstudien aufschlussreich. Küster bemängelt allerdings, dass die Autorin nicht wirklich bei ihrem Thema bleibt, sondern sich in Exkursen über Philosophie, Geschichtstheorie und das Verhältnis von Natur- und Geisteswissenschaften verliere. Einen Zusammenhang mit ihren Ausgangsfragen kann Küster hier nicht erkennen. Besonders kritisiert er eine seiner Ansicht nach schwerfällige und unklare Ausdrucksweise sowie zahlreiche Interpunktionsfehler, fehlende Belege bei Zitaten, falsch geschriebene Autorennamen und sachliche Fehler. Hierfür macht er auch eine mangelhafte Betreuung der Autorin durch den Verlag verantwortlich, dem er vorwirft, eine "gründliche Durchsicht" des Textes unterlassen zu haben.
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