Aus dem Englischen von Anna-Christin Kramer. Was heißt es, eine junge Frau zu sein? Sich clever, aber auch naiv zu fühlen, zugleich selbstbewusst und unsicher zu sein und vor allem immer nur an das eine zu denken? Und was macht das spezifische Lebensgefühl heutiger junger Frauen aus?
Die australische Schriftstellerin Abigail Ulman lotet auf subtile, freche und literarisch sehr versierte Weise verschiedene Stadien von ersten Beziehungen, Frausein und Sexualität aus. Es sind Geschichten über Trennungen, die länger andauern als die Beziehung selbst, über modernes Liebeswerben via Handy, über flüchtige Abenteuer und erste Male, über Naivität und Berechnung, Liebe und Besessenheit.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.06.2016
Rezensentin Anja Hirsch möchte oft zurückspulen zu den Stellen, an denen etwas schiefläuft im Leben der jungen, lebenshungrigen Protagonistinnen von Abigail Ulmans Geschichten. Doch die berichtete Erfahrung ist wohl zu ungeheuerlich, meint sie. Das Wort Missbrauch steht im Raum, wenn Ulman in krassen Bildern, die Hirsch an die Fotos von Cindy Sherman erinnern, von abenteuerlichem Sex erzählt, von Übergriffen und Ohnmacht. Handwerlich tadellos gemacht, bringen die Storys die Not der jungen Frauen dicht an die Leserin heran, erklärt Hirsch.
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