Aus dem Englischen von Karsten Petersen. Die Wege der Ansteckung. Pandemien und ihre Ausbreitung. Ein tödliches Virus hat die Welt in Aufruhr versetzt. Dabei folgt es durchaus bekannten Gesetzen, die auch viele andere Bereiche unseres Lebens prägen. Wie sich Ideen, Trends und Krisen in der Zeit hoher Vernetzung ausbreiten, erklärt der Epidemiologe Adam Kucharski mit faszinierenden mathematischen Ansätzen. Seit dem Ausbruch der Covid-19-Pandemie gehören Modellrechnungen und Wachstumsprognosen zu den täglichen Nachrichten. Kucharski hilft uns dabei, die Wege der Ansteckung zu begreifen. Nicht zuletzt zeigt er, warum sich mitunter nützliche von wahren Vorhersagen unterscheiden - und wie Ausbrüche auch wieder vergehen.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 18.01.2021
Die Gründe und Abläufe von Ansteckungen einem breiteren Publikum zu erklären, darum geht es dem Epidemiologen Adam Kucharski in seinem Buch, schreibt Rezensentin Vera Linß. Auch wenn Kucharski Daten und mathematische Modelle verwendet, ist Linß sehr angetan von der guten Verständlichkeit, mit der er die Ausbreitung von Epidemien schildert. Aber es geht nicht nur um Krankheiten, auch in der Finanzwelt oder bei Nachrichten gibt es Superspreader, erfahren wir. Ungemein "einleuchtend und schlüssig", lobt Linß, die gelernt hat, wie wir unser aller Leben verbessern könnten, würden wir epidemiologische Zusammenhänge besser verstehen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.11.2020
Adam Kucharskis Buch über die Mechanismen von Pandemien ist keine Corona-bedingte "Schnellproduktion", stellt Rezensentin Sibylle Anderl klar, sondern wurde vor der Pandemie verfasst. Das mache es umso spannender, so Anderl, Corona beim Lesen selbst vergleichend heranzuziehen, wenn der Epidemiologe und Mathematiker hier zeigt, dass epidemiologische Ansteckungsmechanismen eine Allgemeingültigkeit besitzen und auch auf ganz andere Bereiche wie Finanzkrisen, politische Meinungsbildung oder Fake News übertragbar sind - insbesondere den letzten Aspekt findet die Rezensentin interessant. Dass Kucharski aufgrund vieler Themensprünge und eingeflochtener Anekdoten manchmal den roten Faden verliere, verzeiht die Rezensentin angesichts der thematischen Vielfalt und der "methodisch differenzierten" Darstellung gerne.
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