Aus dem Englischen von Michael Mundhenk. Roger Ackroyds große Liebe Mrs. Ferrars soll ihren ersten Ehemann ermordet haben. Nun ist sie selber tot, gestorben an einer Überdosis Veronal. War es Selbstmord? Ist sie erpresst worden? In der Zeitung findet Ackroyd einen letzten Hinweis auf die Umstände ihres Todes. Doch bevor er sein Wissen teilen kann, wird er ermordet. Und sein Stiefsohn ist spurlos verschwunden.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 27.06.2020
Arno Widmann hat großes Vergnügen beim Wiederlesen von Agatha Christies Roman. Gar nicht genug rühmen (und ungehemmt spoilern) kann Widmann, dass die Autorin es wagt, den Ich-Erzähler ihrer Geschichte zum Vertrauten des Ermittlers und zum gesuchten Mörder machen. Welch ein Bruch mit den Gepflogenheiten des Genres, welch ein genialer Schachzug! Das versöhnt den Rezensenten sogar mit schwerfälligen Dialogen. Und noch etwas: Niemand, meint Widmann, vermittelt wie Christie das Gefühl, unser Leben hätte einen Sinn, setzte man nur die durcheinandergeratenen Teile (wieder) richtig zusammen. Die mit Poirot geteilte Freude des Lesers ist also groß, versichert der Rezensent.
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