Aus dem Englischen von Eike Schönfeld. Für ihr Sommerfest haben sich die Bewohner von Greenshore House etwas Besonderes ausgedacht. In ihrem Garten soll eine inszenierte Mörderjagd für Unterhaltung sorgen. Ariadne Oliver, eine bekannte Krimiautorin, soll das Detektivspiel organisieren. Ohne nachzudenken, stimmt sie zu. Doch plötzlich ahnt sie, dass aus dem Spiel ganz schnell Ernst werden könnte, und ruft in letzter Minute ihren guten Freund Hercule Poirot zu Hilfe.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 14.04.2015
Ein Alter Ego erschaffe sich Agatha Christie in ihrer nun erstmals auf Deutsch erschienenen Novelle "Das Geheimnis von Greenshore Gardens", die laut Rezensentin Susan Vahabzadeh ein Mittelding zwischen langer Kurzgeschichte und kurzem Roman ist. Als Spiegel ihrer selbst lässt die Grande Dame des Kriminalromans Ariadne Oliver auftreten, die den Privatdetektiv Hercule Poirot zu einer Schnitzeljagd samt fiktivem Mord auf ihren Landsitz lädt, bei der die gespielte Tote tatsächlich leblos aufgefunden wird, fasst die Rezensentin zusammen. Wenn Poirot dann über das Gespür der seltsamen Frau Oliver "für Dinge, die sie nicht benennen kann" sinniert, so konstatiert Vahabzadeh, denke Agatha Christie eigentlich über sich selbst nach. "Diese Selbstbetrachtungen haben ihren Charme", lautet das wohlwollende Urteil der Kritikerin.
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