Albert Alhadeff

The Raft of the Medusa

Gericault, Art, and Race. Englisch
Cover: The Raft of the Medusa
Prestel Verlag, München 2002
ISBN 9783791327822
Gebunden, 191 Seiten, 65,00 EUR

Klappentext

Mit 31 farbigen und 60 s/w Abbildungen. Eine überraschende und provokative Neuinterpretation des berühmten, richtungsweisenden Bildes "Das Floß der Medusa". Thema des Bildes ist der Untergang der französischen Regierungsfregatte "La Meduse" 1816. Als das Schiff sank, nahmen der Kapitän und seine höheren Offiziere das einzige seetüchtige Rettungsboot und überließen die 150 Passagier und Besatzungsmitglieder ihrem Schicksal auf einem behelfsmäßigen Floß, auf dem nur 15 Menschen die nächsten qualvollen 13 Tage überlebten.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 23.01.2003

Als "erholsam klarsichtig" bezeichnet Rezensent Hans Jakob Meier diese Biografie eines berühmten Gemäldes, die er "mit angemessener Dynamik, aber nicht mit dem Anspruch, in allen Teilen Neues zu sagen" geschrieben findet. Gut findet der Rezensent auch, das der Autor in seinem Buch "der mehrfach drohenden Gefahr zeitgeschichtlicher Überlastung" der Interpretation des Gemäldes "mit klugen und umsichtigen Exkursen zu Entwurf und Endfassung" entgegensteuert. Neuland betritt diese Studie Meier zufolge besonders dort, wo es um erste Reaktionen auf das Gemälde in den reproduzierenden Medien der Grafik geht. Viele Passagen, schreibt er, lesen sich ausgezeichnet. Das biografische Konzept des Buches führt seiner Ansicht nach jedoch mancherorts zu Verkrampfungen. Auch meint Meier, dass die "stupende Quellenkenntnis" auch eine alte Schwäche kunstgeschichtlicher Periodenschnitte aufweist. Dass nämlich, wenn einzelne Werke zu geistesgeschichtlichen Wappentieren einer Epoche gemacht werden, sich Kunst- und Geistesgeschichte in "eintöniger Harmonie" gegenseitig die Bälle zuwerfen. Auch macht er dem ansonsten hochgeschätzten Buch den Vorwurf, zuviel Enden auf einmal miteinander verknoten zu wollen.

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