Mit einem Nachwort von Rainald Goetz. Albert von Schirnding schildert die Zeit des Kriegsendes und der Nachkriegszeit, wie er sie als Kind und Jugendlicher erlebt hat. Von der ersehnten Ankunft der Amerikaner und dem "Jahrhundertsommer" 1947 spannt sich der Bogen bis in die späten fünfziger Jahre, von der Welt des Adels am Regensburger Hof und auf bayerischen Schlössern bis in Ernst Jüngers Haus in Wilflingen, wo der Zwanzigjährige als Sekretär seine Ferien verbracht hat. So entsteht mit feiner Ironie die Erzählung einer in Regensburg, München und im bayerischen Voralpenland verbrachten Jugend, die für die Generation des 1935 geborenen Autors charakteristisch ist, darüber hinaus etwas von dem vermittelt, was Jugend immer bedeutet: Anfang und Übergang.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 21.07.2015
Höflich bleibt Beatric Eichmann-Leutenegger gegenüber diesen Erinnerungen des Altphilologen Albert von Schirnding, die sie in eine sehr alte Zeit führten. Die Rezensentin liest hier nach, wie der oberbayrische Adelsspross mit der richtige Anrede gegenüber seinem Thurn-und-Taxis-Cousin rang, wie die Mutter "standhaft und entsagungsvoll" der Familie diente und der vielversprechende Sohn "tätig, neugierig und munter" sein Leben anging. Ach ja, als Theodor Heuss Ernst Jünger besuchte, war Schirnding auch dabei. Die Rezensentin liest es, resümiert es und hält mit jedem weiteren Urteil hinterm Schlossberg.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.04.2015
Rezensent Alexander Kosenina begegnet Albert von Schirnding anlässlich des 80. Geburtstages des Autors noch einmal als Schuljunge, während der Nachkriegszeit und im Zwiegespräch mit Ernst Jünger, Walter Jens und Hugo von Hofmannsthal. Besonders die Aphorismen im zweiten Teil des Buches haben es dem Rezensenten angetan. Feine Beobachtungen und intellektuelle Neugier und Ungeduld, Wissensdurst, kritische Unabhängigkeit und die ganze Lebendigkeit eines reichen Geistes schlagen ihm hier entgegen.
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