Fanatismus, Krieg und Terror - öffentliche Deutungen und Stereotype über Muslim*innen in der Bundesrepublik.Ein großer Teil der deutschen Bevölkerung hat heutzutage eine negative Wahrnehmung von Muslim*innen. Ihnen wird pauschal ein Hang zu Gewalt, religiösem Fanatismus, Extremismus und Unterdrückung von Frauen unterstellt. Diese Zuschreibungen bestehen nicht erst seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001, sondern haben sich bereits in den drei Jahrzehnten zuvor etabliert. Alexander Konrad untersucht den Wandel der bundesdeutschen Wahrnehmungen von Muslim*innen von den Siebzigerjahren bis zur Jahrtausendwende. Dabei nimmt er öffentliche Aussagen und Handlungen von Akteur*innen aus Politik, Medien, Wissenschaft, Religionsgemeinschaften und Zivilgesellschaft kritisch in den Blick.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.10.2022
Rezensent Alexander Flores hätte sich gewünscht, dass Alexander Konrad sich in seiner Untersuchung zum Islam nicht nur mit dessen Wahrnehmung befasst hätte, sondern auch mit der Diskussion des Islams selbst. So aber entsteht für Flores das etwas vage Bild eines negativ wahrgenommenen Islams mit Residuen der Bemühung um Differenzierung. Dem hohen Anspruch des Buches, den bundesrepublikanischen Diskurs über Mulisme zu analysieren, wird der Autor so laut Flores nicht gerecht. Konrads Bild mit der Wende in der Wahrnehmung des Islams 1979 ist zwar stimmig, so Flores, bleibt aber zu allgemein.
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