Aus dem Amerikanischen von Walter Ahlers. Eine sprachgewaltige, poetische Hommage an Afrika und die Geschichte einer widersprüchlichen Liebe. Alexandra Fuller, die in "Unter afrikanischer Sonne" von ihrer Jugend in Rhodesien erzählte, kehrt nach Afrika zurück, genauer nach Sambia, wo ihre Eltern nun leben. Dort lernt sie K kennen, einen weißen Farmer, der als Soldat im rhodesischen Bürgerkrieg kämpfte. Alexandra ist fasziniert von Ks Geschichte; sie will wissen, wie die dramatischen Ereignisse ihn geprägt haben, und bittet ihn, mit ihr zu den Kriegsschauplätzen zu fahren. So begeben sich beide auf eine Reise von Sambia über Simbabwe (dem ehemaligen Rhodesien) bis nach Mosambik. Fullers Reportage wurde mit dem Lettre Ulysses Award für literarische Reportage ausgezeichnet.
Im Perlentaucher:
Rezension Perlentaucher
Alexandra Fullers "Die Krallen des Löwen" ist eines der interessantesten Bücher des vergangenen Jahres. Es ist das Porträt eines Kriegers, eines Elitesoldaten, der zunächst für ein weißes Rhodesien kämpfte und als das scheiterte, in Mozambique versuchte, soviel Schwarze wie möglich umzubringen. Alexandra Fuller hat mit diesem Killer einige Schauplätze seiner einstigen Untaten aufgesucht. Sie trifft dort Weggefährten ihres "Helden". Bei allen ist nach wenigen Minuten klar: Sie haben nicht nur andere, sondern auch sich umgebracht. Nachts wachen sie - wenn sie Glück haben - aus Angstträumen auf. Manchmal schlüpfen sie dabei in die Rolle ihrer Opfer, manchmal wiederholen sich Situationen, in denen sie selbst beinahe gestorben waren. Alexandra Fuller mag die großen, prachtvoll gewachsenen Männer, sie erregen sie. Das macht weder die Männer noch sie besser. Es gehört aber sicher zu den Qualitäten des Buches, dass die Autorin nicht nur von dem Abscheu spricht... Lesen Sie mehr in Arno Widmanns 'Vom Nachttisch geräumt'
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