Das Buch versucht einen Überblick über die (abendländische) pädagogische Ideengeschichte zu geben - angefangen bei der altägyptischen Hochkultur, der griechischen und römischen Antike über das christliche Mittelalter, die Reformation und den Humanismus bis in die Moderne. Der Schwerpunkt der Darstellung liegt auf den einflussreichen Ideen - also auf jenen, die eine langanhaltende kommunikative Resonanz gefunden haben.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 27.07.2006
Verhalten äußert sich Rezensent Heinz-Elmar Tenorth über Alfred K. Tremls "Pädagogische Ideengeschichte". Hinsichtlich der zitierten Autoren und behandelten Themen hält er die Darstellung für recht konventionell, im Blick auf den evolutionstheoretischen Ansatz und die systemtheoretische Argumentation für eher ungewöhnlich. Dem Autor geht es seines Erachtens darum, die Geschichte der pädagogischen Ideen als eine Geschichte der Konstruktion von Unterscheidungen und als Sequenz binärer Codes zu schreiben. Der theoretische Aufwand, den Treml dafür zumindest in der Einleitung betreibt, rechtfertigt für Tenorth den Nutzen nicht wirklich - zumal davon in den Folgekapiteln nicht viel bleibt, abgesehen von einer "Rhetorik der Differenz und der Funktion". Die Ergebnisse der Darstellung unterscheiden sich seines Erachtens nicht wesentlich von denen herkömmlicher Pädagogikhistorien: die klassischen Texte und Ideen machen auch bei Treml das Rennen.
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