Erziehung und Bildung stehen im Blickpunkt gesellschaftlicher, politischer und wissenschaftlicher Diskussion. Dem brisanten Thema stellt sich seit jeher auch die Philosophie. Ein moderner Klassiker der Erziehungs- und Bildungsphilosophie ist Alfred North Whitehead. In den vorliegenden Essays, die nun erstmals in deutscher Sprache erscheinen, befasst sich der berühmte Philosoph mit zentralen Aspekten der Wissensvermittlung und Denkorganisation, dem Anspruch an Bildungsinstitutionen, mathematisch-naturwissenschaftlichen Herausforderungen sowie der Kultivierung von Ideen. Die Texte verbinden sich zu einer Erziehungs- und Bildungskonzeption, die den Lernenden als einen mit seiner Umwelt interagierenden Organismus versteht und nichts an Aktualität eingebüßt hat.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 21.07.2012
Rezensent Michael Hampe freut sich, dass die bereits 1929 erschienenen pädagogischen Abhandlungen zu "Zielen von Erziehung und Bildung" des englischen Mathematikers und Philosophen Alfred North Whitehead nun in einer gelungenen Übersetzung von Christoph Kann und Dennis Sölch vorliegen. Whitehead sehe die ideale Erziehung als rhythmischen Prozess, in dem "schwärmerisches Interesse" und "präzisierende Disziplin" einander abzulösen hätten, berichtet der Kritiker, dem die Texte als wichtiger Impuls innerhalb des Bildungsdiskurses erscheinen. So müssten sich etwa Werte wie "Weisheit" und "Freiheit" im wettbewerbsorientierten Marktdenken wieder etablieren. Nicht zuletzt dank der lesenswerten Einleitung kann der Rezensent diese Essays unbedingt empfehlen.
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