Aus dem Spanischen von Roberto de Hollanda. Manolitas einziger Vorsatz ist es, "nie den Fehler zu begehen, einen schönen Mann zu heiraten". Sie ist bekannt als Señorita "Zählt-nicht-auf-mich", doch als ihre Eltern nach Francos Machtergreifung im Gefängnis landen, muss sie sich um die Familie kümmern. Obwohl sie mit dem kommunistischen Widerstand nichts zu tun haben will, wird sie heimlich zur Botin für die Oppositionellen. Um Informationen ins Gefängnis zu schmuggeln, gibt sie vor, mit dem schüchternen und stotternden Silverio liiert zu sein. Ist dieser politische Häftling wirklich der Mann, den sie dreimal heiraten wird? Ein Roman voller Farben, Wendungen und Überraschungen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.10.2022
Rezensent Josef Oehrlein freut sich, dass Almudena Grandes' "Die drei Hochzeiten von Manolita" nun auch auf Deutsch erscheint. Die spanische Autorin widmet sich darin der literarischen Aufarbeitung der Franco-Diktatur - tagespolitisch sehr passend, findet der Rezensent, denn die Auswirkungen von Krieg und Gewalt auf die menschliche Psyche werden eindrucksvoll geschildert. Ein expliziter Fokus wird zudem auf Frauenschicksale gelegt. Dass diese Figuren sehr zahlreich auftreten, sorgt bei Oehrlein gleichermaßen für leichte Orientierungslosigkeit wie für ein Gefühl der intensiven Lebendigkeit des Textes. Der Rezensent zeigt sich von diesem "Mosaik der damaligen Lebenssituation" äußerst beeindruckt.
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