Der Band bietet einen Überblick über die Rechtsstellung von Fremdgruppen in Herrschaftsverbänden und Gesellschaftsordnungen der mediterran-europäischen Welt. Dargestellt werden die rechtlichen und politischen Regelungen von Teilhabe und Ausschluss Fremder von der Antike bis zur Gegenwart. Besondere Beachtung finden die Einflüsse, welche religiöse Vorstellungen, demographische Umstände, politische Verfassungen und die Semantiken von Fremdheit auf die Gleichstellung bzw. Andersbehandlung Fremder hatten. Geographisch legt das Handbuch einen Schwerpunkt auf den Mittelmeerraum sowie auf das westliche und mittlere Europa. Zeitlich spannen die Beiträge einen weiten Bogen vom Alten Ägypten bis zur Gegenwart.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 02.02.2015
Norbert Mappes-Niediek entnimmt diesem Sammelband über 6000 Jahre Fremdenrecht, wie unzulässig auch bei diesem Thema bei Pauschalisierungen und historische Verallgemeinerungen sind. Das Recht gemäß Abstammung (Ius soli) und das Recht gemäß Geburtsort (Ius sanguinis) waren nie so scharf getrennt, dass man ersteres den Deutschen und letzteres den Franzosen zuweisen könne. Die Sache war sogar regelrecht vertrackt, lernt der Rezensent aus den verschiedenen Aufsätzen der jungen Wissenschaftler. Zum Beispiel hätten die Preußen mit einem fortschrittlichen Staatsbürgerrecht am rigorosesten abgeschoben, Abschottung ergab sich mitunter auch aus dem Wohlfahrtsstaat, und auch im großen historischen Rahmen existierten Abschottung und Offenheit immer parallel: Die Mesopotamier waren extrem fremdenfeindlich, die Hethiter jedoch total offen.
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