Andrea Camilleri, Saverio Lodato

Andrea Camilleri

Mein Leben
Cover: Andrea Camilleri
Piper Verlag, München 2005
ISBN 9783492045230
Gebunden, 317 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Aus dem Italienischen übersetzt und mit einem Nachwort von Monika Lustig. Wenn Andrea Camilleri seinen Lesern erzählt, ist das Ergebnis in millionenfacher Auflage in der ganzen Welt zu finden. Wenn er seinen Enkeln erzählt, ist das eine Familienangelegenheit. Wenn er einem Journalisten in langen persönlichen Gesprächen sein Leben erzählt, ist das ein exklusives Lesevergnügen: Wieso hat der Papst Camilleris Großmutter Elvira einst seinen Platz angeboten? Wieso hat Andrea Camilleri ein Fußballtrauma? Wieso ist Helmut Kohl beinahe ein Sizilianer? Auf gewohnt charmante, witzige und intelligente Art gibt er Anekdoten, Geständnisse und Gespräche zum besten. Er spricht über seine ehemalige Aktivität in der Kommunistischen Partei Italiens, über Berlusconi und den Anti-Mafiakampf. Ein persönlicher Einblick in ein ereignisreiches Leben, ein sehr italienischer Rückblick auf das letzte Jahrhundert und ein ironisch-kritischer Ausblick auf das, was noch kommen mag.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 06.09.2005

Kristina Maidt-Zinke gratuliert Andrea Camilleri zum achtzigsten Geburtstag und lobt das Interviewbuch von Saverio Lodato als eine "Autobiografie in mündlicher Rede". Camilleri erzähle mit Liebe zum Detail aus seinem Leben, das der Rezensentin aus einem Bildungsroman entsprungen zu sein scheint. Bei den teilweise bekannten Stationen überrasche er mit Anekdoten wie etwa einem Fanbrief, den er als Zehnjähriger an Mussolini schrieb - damals noch nicht im Bewusstsein darüber, später einmal die Kommunistische Partei in Empedocle zu gründen. Die Rezensentin freut sich über solch unbekannte Zeugnisse und sieht mit den zahlreichen Kommentaren Camilleris zur Mafia auch ein "eminent politisches Buch" vorliegen. Gerührt zeigt sie sich auch, und zwar von den beigegebenen Familienfotos, lässt sich von malerischen Großvaterabbildungen aber nicht täuschen und stellt bewundernd fest: Zur Ruhe gekommen ist Camilleri noch lange nicht, "sein subversiver Geist lässt sich kaum beruhigen".
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