Mit Illustrationen von Hannah Brückner. Ab 4 Jahren. Ein Kind träumt sich hinein in den Wunsch, ein Baum zu sein. Ein großer Baum, der fest verwurzelt in der Erde steht, der lebendig ist und so stark, dass er Schutz bietet für viele: für die Nester der Vögel, die Mäusefamilie in der Erde unter ihm, für das Baumhaus des Bruders. Als Baum wäre das Kind unverrückbar und eins mit der Landschaft, dem Wind, dem nächtlichen Himmel. Es hätte viel Zeit, langsam zu wachsen. Andrea Hensgen spinnt denTraum eines Kindes aus, das nicht bleiben darf, wo es zu Hause war. Das aufbrechen muss mit Mutter, Vater, Bruder und Schwester zu einem Ort, den es nicht kennt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.02.2024
Gern liest und vor allem betrachtet Rezensent Christian Geyer dieses Bilderbuch, das von der Geborgenheit handelt, die ein Baum, als etwas in der Erde Festgewachsenes, verspricht. Die Autorin Andrea Hensgen spielt in ihrer Beschreibung des Baums mit psychoanalytischen Motiven der Geborgenheit, die auf einer vorherigen Erfahrung der Vertreibung basiert, so Geyer. Dennoch wäre es im Baum vielleicht allzu gemütlich für die Mäusefamilie, die da wohnt, meint Geyer, wären da nicht die tollen Illustrationen Hannah Brückners. Die nämlich brechen, beschreibt er, in vielen Details die Baumgemütlichkeit auf - und zwar schon bevor auch der Text einen harten Bruch setzt. Ein tolles Bilderbuch darüber, was es heißt, in der Welt zu sein, so das Fazit.
Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Ulf Poschardt: Bückbürgertum Gefährlicher als die Shitbürger sind die Bückbürger. Jene Konservativen und Liberalen, CEOs und Manager, Bischöfe und Intellektuelle, Kanzlerinnen und Kanzler die - wider…