Durchgehend illustriert. Zwei Brüder finden ein fremdes Mädchen am Strand und nehmen sie mit nach Hause. Marina ist zunächst stumm wie ein Fisch, dann sprudelt es aus ihr heraus: Sie behauptet, eine Meerprinzessin zu sein, erzählt von Schlössern unter Wasser, Autos mit Flossen und unglaublichen Korallenriffs mit Achterbahn. Die beiden Jungen streiten, ob sie Marina glauben sollen oder ob alles nur ihrer blühenden Fantasie entspringt. Da wird es Marina zu bunt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 20.05.2022
Rezensentin Karin Gruß begibt sich mit Nikolaus Heidelbachs "Marina" auf eine "fantastische Reise über den Meeresboden". Auf dieser Reise staunt sie nicht nur über ein herrliches Unter-Wasser-Schloss, wimmelnde Jahrmärkte, Garnelenbötchen und einen tanzenden Hai, sondern wird auch immer wieder daran erinnert, dass das Meer eben nicht nur Projektionsfläche für romantische Märchenfantasien und Urlaubssehnsüchte ist, sondern auch Ort des Konsums, Ort der Gefahren und traumatischer Fluchterfahrungen. Heidelbach gelingt es so, das Meer als einen fantastischen Rückzugsraum stark zu machen ohne die brutale Realität dieses Raum zu verschleiern, lobt die Rezensentin.
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