'Spiritueller Alzheimer' - diese Diagnose hat zweifellos das Zeug dazu, in die Kirchengeschichte einzugehen. Mit der Weihnachtsansprache 2014 eröffnete Papst Franziskus den Kampf gegen den Teil der Kurie, der ihn seit seiner Wahl mit Spott, Verachtung und arroganter Ablehnung überzieht. Nicht nur die Kardinäle halten den Atem an, die Welt horcht auf. Was hat diese Attacke zu bedeuten? Was gab den Anstoß, und wie wird die Kurie reagieren? Wie ist der Einfluss von Gegnern und Unterstützern des Franziskus-Kurses einzuschätzen? Andreas Englisch analysiert die Lage im Machtzentrum der katholischen Kirche. Eines wird klar: Es geht nicht um vatikaninterne Geplänkel. Franziskus hat den Kampf eröffnet. Und der Ausgang ist völlig offen.
Für Eckhard Fuhr bändelt Andreas Englisch in seinem Buch "Der Kämpfer im Vatikan" über Papst Franziskus allzu sehr mit seinem Gegenstand an. Englisch huldigt und heiligt den Papst als Streiter gegen die Übel einer gottvergessenen Kirche, wobei sowohl seine Rhetorik wie die Franziskus' den Rezensenten stark an die Ideen der Reformation erinnern, die von ungewohnter Stelle neu verkündet werden, fasst Fuhr zusammen, der hinter dem Erfolg des Buches ein allgemeines Bedürfnis nach Spiritualität vermutet.
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