Aus dem Amerikanischen von Hubert Pfau. Zum 75. Geburtstag von Kardinal Ratzinger am 16. April 2002 erscheint diese Studie über einen der mächtigsten Männer an der Spitze der katholischen Kirche, die einen Bogen von seinen liberalen Anfängen bis zu seinem Schaffen als Chef der römischen Glaubenskongregation spannt. John Allen, selbst Vertreter eines kritischen Katholizismus und als Vatikan-Korrespondent ein profunder Kenner der Person und des Wirkens von Joseph Ratzinger, überzeugt durch seine Objektivität - trotz des streitbaren und Kontroversen provozierenden Kardinals.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 29.06.2002
John L. Allen hat mit seiner Studie über Kardinal Ratzinger zwar ein wichtiges Thema aufgegriffen und dafür "interessantes Quellenmaterial" ausgewertet, sitzt aber leider den Schwarz-Weiß-Schemata der katholischen Kirche auf, bedauert der Rezensent mit dem Kürzel "Hg". Denn weder sei der Kardinal ein "progressiver Unruhestifter", noch ein "Großinquisitor", meint der Rezensent, sondern einer, der innerhalb einer "amtskirchlichen Technokratie" gehandelt habe und handle, die vom Autor leider nicht hinterfragt werde. Daher, resümiert "Hg" in seiner sehr knappen Besprechung, sei diese auch noch "ungeschickt" übersetzte Studie weniger historisch, als vielmehr mythologisch.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.04.2002
Der Marxismus war's, in Gestalt von Ernst Bloch, der den jungen Joseph Ratzinger aus Tübingen vertrieb. Sein Biograf deutet diese Erfahrung als "Initiationserlebnis", als Ausgangspunkt von Ratzingers Weg als "defensor fidei" nach Rom. Soweit ist der Rezensent Christian Geyer ganz einverstanden. Auch Allens Beschreibung des ideologischen Wandels vor und nach dem Konzil scheint ihm erst einmal plausibel. Wenig geglückt aber findet er manche entstellende Paraphrase, ein eklatanter Fall wird durch ein ganz ausführliches Originalzitat eines Ratzinger-Textes anschaulich gemacht. Lesenswert sei das Buch dennoch, befindet Geyer, seines "Materialreichtums" wegen - in der Analyse jedoch bringt es, wie er bedauert, wenig Neues.
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