Aus dem Italienischen von Christine Ammann, Walter Jori und Achim Wurm. Wird es Papst Franziskus gelingen, die Kurie zu reformieren und seine "Kirche der Armen" zu etablieren? Oder werden sich seine Feinde durchsetzen, die mit wirklich allen Mitteln versuchen, ihren Status quo zu verteidigen? Station für Station folgt der renommierte Enthüllungsjournalist Gianluigi Nuzzi dem Kreuzweg, den der Jesuit aus Argentinien still, aber in aller Entschiedenheit geht. Anhand streng vertraulicher Dokumente gewährt er uns einen einmaligen und faszinierenden Einblick in das Denken und Handeln dieses revolutionären Papstes.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.11.2015
Jörg Bremer kann mit Gianluigi Nuzzis Buch "Alles muss ans Licht" rein gar nichts anfangen. Zum einen bezweifelt der Rezensent die Glaubwürdigkeit eines Mannes, der geheime Dokumente veröffentlicht und sich dadurch strafbar macht, zum anderen sind sämtliche Quellen des Autors bereits knapp zwei Jahre alt, wodurch für Bremer unklar ist, ob die beschriebene Sachlage - also die zweifelhafte Verwendung des Peterspfennigs, die schwarzen Kassen und der Schacher mit Immobilien - überhaupt noch aktuell ist. Über die Missstände, die schon Papst Franziskus 2013 beklagt habe, hinaus liefert Nuzzi absolut nichts Neues, kritisiert der Rezensent.
In seinem neuen Buch "Alles muss ans Licht" zeigt Gianluigi Nuzzi, dass Mammon die Kirche regiert. Wie Petra Reski verrät, hat der VatiLeaks-Autor wieder Dokumente aus dem Vatikan zugespielt bekommen, die eigentlich der höchsten Geheimhaltung unterliegen: Sitzungsprotokolle das Rates für Wirtschaftsfragen, Berichte internationaler Rechnungsprüfer, Interna der Verwaltung. Die Dokumente machen offensichtlich, dass Bestechung, Geldwäsche, Veruntreuung, Spionage und andere unlautere Geschäfte zur Tagesordnung gehören, die sich trotz der Reformversuche des alten wie des neuen Papstes nur schwerlich ändern werden, glaubt Reski, die schon gespannt die Wellen erwartet, die Nuzzis Buch schlagen wird.
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