Aus dem Slowenischen von Urška P. Černe und Uljana Wolf. Ein donnernder und tänzelnder, hüpfender, schleifender, pochender, glühender Rhythmus durchbebt dieses Buch. Ein Rhythmus, der uns in jedem Bild an die unbedingte Gegenwart des Körpers erinnert, auf Reisen,
im Zirkus, im Aufbruch, im Lieben, im Verlassensein. Zwischen konkreten Benennungen und poetischen Assoziationen spüren Golobs Gedichte die Komplexität unserer Routinen, Frustrationen und Ängste auf und brechen sie spielerisch in raffinierten Metaphern. Sie zielen unbeirrt auf das, was fehlt: menschliche Nähe, Wärme, Authentizität, Sensibilität und Verantwortung gegenüber sich selbst und anderen. Und was fehlt, ist dann da: im Gedicht, als etwas, das Teil des Lebens ist, das von jedem im Hier und Jetzt aufs Neue riskiert werden muss. Wie Atem. Wie Gemeinschaft.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 20.07.2019
Slowenien habe großartige Gegenwartlsyriker*innen zu bieten, freut sich Rezensentin Ilma Rakusa, und ein Beispiel sei Anja Golob. Die Gedichtauswahl "Anweisungen zum Atmen" hat der beeindruckten Kritikerin eine Autorin gezeigt, die "zugleich fordernd und fragil" von Liebe, Natur, dem Vergehen und "der unbändigen Kraft des Wassers" schreibt. Dabei scheut sie Rakusa zufolge auch nicht vor Umweltkatastrophen und anderen höchst brisanten Themen zurück. Darüber hinaus fand die Kritikerin den Band grandios übersetzt.
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