An einem Morgen im Mai ist Herman allein zu Haus. Er ist eben dabei, die Umrisse eines Ritters auf sein Butterbrot zu ritzen - als er plötzlich hört, wie draußen jemand hustet... Erst erschrickt Herman ein bisschen, aber dann schaut er mutig nach und, kein Zweifel, auf der Terrasse steht ein riesiges Pferd! Es heißt Milchmann und seine gewaltigen Lippen zittern, als wolle es gleich anfangen zu heulen. Herman muss dringend was unternehmen. Milchmann darf auf keinen Fall in die Hände der Polizei oder gar in die der Tiertransporteure geraten, die nachts um Hermans Garage herumschleichen. Doch dann stellt Herman fest, dass auch anderen Kindern in seiner Klasse Pferde zugelaufen sind. Das sieht ganz nach einem Pferdeabenteuer aus, das sich gewaschen hat!
"Selber weiterlesen! Den müden Vorleser entmachten!", so der Aufruf der Rezensentin Hilde Elisabeth Menzel zu diesem "turbulenten" Kinderkrimi für junge Leser zwischen acht und zwölf Jahren. Denn wir erfahren aus ihrer Buchbesprechung zwar, dass dem kleinen Herman ein riesiges Pferd zugelaufen ist, welches es vor den Eltern, den Nachbarn, der Polizei und schließlich vor einer Bande von Pferdedieben zu beschützen gilt. Den Ausgang des Finales, das auf der Dachterasse eines Altenheims stattfindet, verrät die Rezension nicht. Nur soviel: es handele sich um eine "echte Perle", die Anke Kuhl zudem "mit herrlich komischen Zeichnungen ausgestattet hat."
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 15.03.2005
Dieses Buch ist schon deshalb empfehlenswert, erklärt Rezensentin Cathrin Kahlweit, weil es endlich mal ein Pferdebuch auch für Jungs ist. Die Geschichte findet sie schön merkwürdig: Eine handvoll Pferde büchst aus und wird von ein paar Kindern vor dem Eigentümer versteckt. Pferdefänger rasen durch die Stadt, doch eine "heimliche Allianz" aus Kindern, Lehrer und einem Opa rettet die Tiere. Das geht natürlich nicht ganz ohne Schwierigkeiten ab, etwa wenn das Pferd namens Milchmann aus Angst vor den Pferdefängern auf den Teppich seines Retters äpfelt. Aber am Ende geht offenbar alles gut aus, wenn wir die Rezensentin richtig verstehen. Sie findet jedenfalls, dass dieses "lustige kleine" Buch hervorragend in die Reihe "Lesezauber" des Carlsen Verlags passt.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…