Aus dem Englischen von Mathias Jeschke. Eines Tages wacht Konrad Kröterich auf und ruft zu sich selbst. "Ich habe von der schönsten Umarmung geträumt". Sofort macht er sich auf die Suche. Die Giraffe hat einen zu langen Hals, er rutscht bei der Umarmung mit ihr immer wieder von oben nach unten. Mit dem Goldfisch ist es zu nass. Er versucht es mit anderen Tieren. Doch manche Umarmung ist zu weich, zu hart, zu eng, zu wild. Und manch einer kann er kaum entkommen. Am Ende des Tages ist Konrad entmutigt. Mit einer Anzeige in der Zeitung ruft er schließlich zu einer spaktakulären Aktion im Stadtpark auf. Wird er hier die vollkommene Umarmung finden?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.08.2022
Rezensentin Kai Spanke schaut mit kindlichen Augen ins Bilderbuch von Oren Lavie und Anke Kuhl. Was er da sieht, eine leicht grummelige Kröte, die sich selbst beobachtet und die nach Umarmung lechzt, scheint ihm sowohl bei den Illustrationen (dynamisch!) als auch bei der Ausgestaltung der Geschichte neue Maßstäbe des aufregend Ungewohnten zu setzen. Ein wunderlicher Kröterich mit Kindskopf, eine Story um Eigen- und Fremdwahrnehmung und ein "Umarmungsflashmob" am Ende, wo gibt's denn so was? fragt Spanke.
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