Aus dem Niederländischen von Jens Eschmann und anderen. Eines Morgens wacht der Murr auf und hat schrecklich Lust auf was Leckeres. In seiner Wohnung kann er nichts auftreiben, also macht er sich draußen im Wald auf die Suche. Dort gibt gerade der Spatz Unterricht. "Alles kommt von etwas", sagt er, "Wasser kommt vom Meer, Luft kommt vom Himmel und Dunkelheit kommt von der Nacht". Murr fragt nach und erfährt: "Alles was lecker ist, kommt aus dem Honig." Nur weiß noch niemand, wo der Honig ist, denn er wurde noch nicht entdeckt! Für Murr steht fest: ER wird den Honig entdecken. Was er dabei alles erlebt, ist beinah unglaublich.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.06.2006
Das Fabelwesen Murr, erzählt die begeisterte Rezensentin Karla Schneider, ist nach etwas Leckerem aus, macht sich auf die Suche und erfährt dabei über viele Ecken, dass alles Leckere vom Honig komme, dass der Honig aber noch gar nicht entdeckt sei. "Wie soll man etwas entdecken, von dem man nicht mal weiß, woran man es erkennen kann?" Wie echt kann denn die Lust auf etwas "Unentdecktes" sein? Kann man Honig nur im Traum entdecken? Toon Tellegen lässt seinen Helden gewichtige Fragen des Daseins wälzen, so die Rezensentin, doch er macht daraus eine "federleichte" und von Verena Ballhaus kongenial bebilderte Geschichte, bei der Murr nach langer Abenteuerreise ohne Honig zurückkehren muss, bei der aber doch am Ende "alles, alles gut" wird.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 14.03.2006
Entzückt zeigt sich Martina Knoben von Toon Tellegens Kinderbuch über den Murr, ein schwarzpelziges Kerlchen, das bei seiner Suche nach Honig um die halbe Welt reist, dabei phantastische und skurrile Begegnungen hat und viele Abenteuer erlebt. Als "wunderbar verspielt", "versponnen" und voller "hintergründigem Humor" würdigt sie die Einfälle des Autors. "Sie verströmen den Charme von Skizzen", schwärmt Knoben, "sind fragmentarisch und flüchtig, wie Musik oder ein Gedicht". Wunderbar findet sie auch Verena Ballhaus? Illustrationen des Buchs.
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