Mit Illustrationen von Camila Pinheiro. Reden, die zu Revolutionen führten und Wendepunkte der Geschichte markierten, Reden, die Anstöße zu Veränderungen gaben und ihren Zuhörerinnen die Augen öff neten. Ganz gleich, ob sie für Wahlrecht, Geburtenkontrolle und Unabhängigkeit kämpfen, für freie Liebe streiten, Sklaverei und Sexismus verdammen, für die Vorzüge einer vernetzten Welt werben oder aufzeigen, wie Gesetze Frauen benachteiligen - die hier versammelten Reden von ebenso klugenwie unerschrockenen Frauen machen mit Worten Mut, selbst die Stimme zu erheben. In manchen Reden verdichten sich die Erfahrungen eines ganzen Lebens, in anderen artikulieren sich aus Augenblicken der Erregung unvergesslicheAussagen und zeitlose Erkenntnisse.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 28.06.2021
Rezensentin Susan Vahabzadeh kann sich für die Thematik in "Große Reden großer Frauen" durchaus begeistern. Die amerikanische Journalistin Anna Russell versammelt in dem Buch genau das, was im Titel steht, nämlich Reden in teilweise stark gekürzter Form und kleine biografische Texte über Frauen wie Marie Curie, Malala Yousafzai und Nancy Astor, beschreibt Vahabzadeh. Auch wenn die Lektüre viele historische Lücken offenlasse, indem es wichtige Feministinnen wie Simone de Beauvoir oder Susan B. Anthony kaum oder gar nicht behandle, ist die Rezensentin der Meinung, dass es den Jungen und Mädchen nicht schaden könne, wenn sie mit den vorgestellten Frauen schon mal in Berührung kommen. Alles in allem ist es eine schön zusammengestellte Sammlung von Reden, findet Vahabzadeh - und eigentlich auch beruhigend, dass dank ihrer Vielzahl nicht alle großen feministischen Heldinnen in das Buch gepasst haben.
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