Hempel hat keinen Traum. Ja, tatsächlich: Er hegt keine besonderen Wünsche für sein Leben. Seine Freundin Elfie hingegen ist besessen von Träumen. Um ihr zu gefallen, erfindet Hempel einen: einmal den New-York-Marathon mitlaufen. Als er gegen jede Wahrscheinlichkeit eine Zusage bekommt, hat er ein Problem.Friederike ist erfolgreiche Professorin, hat einen tollen Mann und ist gerade Mutter geworden. Alle glauben, sie müsse überglücklich sein - in Wirklichkeit jedoch wünscht sie sich nichts sehnlicher, als aus ihrem Leben zu verschwinden.Eines Tages wird den beiden diese Möglichkeit eröffnet: für eine Zeitlang alles hinter sich zu lassen - in einem Hotel, das keine Touristen beherbergt, sondern Menschen, die den Halt verloren haben. Doch als Hempel und Friederike sich dort begegnen, kommt alles anders als gedacht.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 28.11.2022
Die Anforderungen der modernen Leistungsgesellschaft sorgen dafür, dass man mitunter eine Auszeit braucht: Das ist für Anne Köhlers Protagonist*innen nicht anders, verrät Irene Binal. Es gebe da ein verstecktes, geheimes Hotel in Berlin, in dem sich die Angeschlagenen träfen. Die Rezensentin liest das als durchaus witzig-satirischen Angriff auf eine kapitalistische Druck- und Verwertungsmaschine, aber auch als manchmal doch zu holzschnittartige und unrealistische Schilderung. Zur Unterhaltung aber definitiv geeignet, resümiert Binal.
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