Verschwindet die Religiosität in der Moderne oder ist im Gegenteil eine Rückkehr der Religionen zu verzeichnen? Das Handbuch beleuchtet die Dialektik von Säkularisierung und Revitalisierung der Religionen aus philosophischer, soziologischer und religionswissenschaftlicher Perspektive. Vorgestellt werden grundlegende Konzepte, z. B. von Durkheim, Weber, Habermas, Blumenberg und Luhmann. Der zweite Teil untersucht Begriffe wie das Böse, das Heilige, Pluralismus etc. in ihrer Bedeutung im Kontext der Säkularisierung. Abschließend geht es um Konflikte wie Glauben und Wissen, Religion und Menschenrechte oder Säkularisierung und die Weltreligionen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.04.2015
Das von den katholischen Religionsphilosophen Thomas M. Schmidt und Annette Pitschmann zum Thema "Religion und Säkularisierung" herausgegebene interdisziplinäre Handbuch hat Rezensentin Astrid Reuter mit großem Interesse gelesen. Wie aktuell die Sinnsuche auch im säkularen Zeitalter ist, entnimmt die Kritikerin den hier versammelten theologischen, philosophischen, soziologischen, politik- und kulturwissenschaftlichen Texten - die Geschichtswissenschaft vermisst Reuter allerdings. Insbesondere lobt die Rezensentin, dass in diesem zahlreiche Debatten und Fragen vereinenden Werk nicht nur bekannte Namen wie Durkheim, Habermas, Luhmann oder Blumenberg diskutiert werden, sondern auch bisher knapper rezipierte Autoren, die amerikanischen Pragmatisten William James und John Dewey beispielsweise, auftreten. Auch wenn Reuter die Auswahl bisweilen ein wenig willkürlich erscheint, verdankt sie diesem Band überraschende Perspektiven und hat ihn mit Gewinn gelesen.
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