Aus dem Englischen von Cornelius Hartz. Wussten Sie, dass der Zeitstrahl keine 250 Jahre alt ist? Und dass die Menschen in Altertum und Mittelalter ganz andere Darstellungen gewohnt waren, um zeitlichen Ereignissen eine Gestalt zu geben, wie prächtige Tafeln, Tabellen oder Bäume? Für diesen großen Bildband öffneten Archive berühmter Bibliotheken den Zugang und ermöglichen ein in der Breite bisher einmaliges Bildmaterial: Mit Abbildungen aus alten Annalen der Kirchenväter aus St. Gallen, Tafelwerken Albrecht Dürers bis zu wandgroßen Kunstwerken wie dem "Strom der Geschichte" bietet der Band in dieser Zusammenstellung einmaliges Bildmaterial.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.01.2016
Schön linear zu schauen, empfiehlt Helmut Mayer der Leserin von Anthony Graftons und Daniel Rosenbergs Parcours durch die westliche Geschichte der grafisch gestützten Chronologien, auch wenn im Band wesentlich die Vorgeschichte der linearen Darstellung in den Blick kommt, wie der Rezensent einräumt. Was die beiden Historiker anzubieten haben, exzellente Abbildungen, Listen und Tabellen, zeigt Mayer, wie einfallsreich die Kartenmacher vorgingen. Den klaren Erläuterungen der Autoren entnimmt er zudem viel über die jeweiligen Vorstellungen von geschichtlichen Mustern hinter den bildlichen Ordnungen. Kreise, Bilder und Symbole und manch unorthodoxe Zeitkarte machen dem Rezensenten große Freude, noch in der verkleinerten Darstellung.
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