Aus dem Englischen von Manfred Allié und Gabriele Kempf-Allié. Er ist nur noch ein Abglanz seiner selbst und säuft sich in Florida zu Tode: Jack Kerouac, Idol der Beatniks, der einst das Leben seines Freundes Neal Cassady ausschlachtete, um es zum Kultroman der 1950er Jahre zu verdichten. Da steht aus heiterem Himmel eine Literaturstudentin vor seiner Tür. Ihr Traum: als seine erste Biografin sein Leben aufzuschreiben. Jack weigert sich und lässt sich doch von Jans Bewunderung zu einem Blick zurück verführen. Ein Trip, aus dem keiner der Beteiligten heil herauskommt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 20.03.2018
Martin Oehlen stellt fest, dass er mit dem Jack Kerouac aus Anthony McCartens Roman lieber nicht unterwegs sein möchte, zu unsympathisch. Das Werk des Beatniks bleibt im Buch allerdings unangetastet, bemerkt Oehlen, und als Hommage an Kerouac geht das Ganze für ihn trotz allem durch. Dass es sich um einen Roman, kein Sachbuch und auch keine Biografie handelt, ist für Oehlen rasch klar. Es geht um Identität und das Spiel damit, die Frage nach dem eigenen Ich. Wie eine junge Literaturwissenschaftlerin sich an Kerouacs Fersen hängt, um ihrerseits eine Biografie über ihn zu verfassen, scheint Oehlen reizvoll, psychologisch originell gezeichnet und wohl konstruiert.
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