Mit historischen Essays von Torsten Arnhelm Reimers und zahlreichen Fotos. Grafisches Konzept Caroline Backhaus. Über Jahrhunderte haben Familien wie die Amsincks und die Berenberg-Gosslers das wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Leben Hamburgs bestimmt. Und noch immer sitzen die Nachfahren in Kontoren und Büros der Innenstadt, die Erben der legendären Hanseaten, die mit Warenhandel und Bankgeschäften, als Assekuradeure, Anwälte und Senatoren die Stadt und sich selbst zu großem Ansehen und immensem Wohlstand gebracht haben. Dabei vermitteln die Aufnahmen, die in diesem Band versammelt werden, mehr als einen Eindruck des hanseatischen Alltags der großen alten Familien: Sie spiegeln die Macht der Stadt mit ihren Beziehungen in die ganze Welt.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 23.03.2002
Um das, was hanseatisch ist, ranken sich allerlei Legenden, die Rezensent Matthias Wagner in seiner ausführlichen Besprechung auch nur allzu gerne Revue passieren lässt. Der Rezensent ist selbst ein Kenner der Hanseaten (1999 erschien im Siedler-Verlag sein Buch: Hanseaten. Von stolzen Bürgern und schönen Legenden) und dementsprechend kritisch hat er Arne Cornelius Wasmuths Buch beleuchtet. Der Autor sei zweifelsohne ein Kenner der Hamburger "Hochkultur", so Wagner, hatte er doch in der Vergangenheit einen Film und Aufsätze in der Hamburger Lokalpresse veröffentlicht. Sein "opulenter und sorgfältig kommentierter" Bildband "Hanseatische Dynastien" stricke allerdings, moniert der Rezensent, unverdrossen an allen bekannten Mythen weiter. Der Fokus ruhe auf der allgemeinen Annahme, hanseatisch sei gleich bürgerlich, von einfachen Leuten sei bei Wasmuth daher auch nicht die Rede. Aber auch bei der Porträts der "Stadtelite" hätte der Autor ruhig berücksichtigen können, so der Rezensent, dass sich diese zu einem nicht geringen Teil aus dem jüdischen Bürgertum zusammengesetzt hatte - zumindest bis zur Machtergreifung der Nationalsozialisten. Der "Bilder-Streifzug" sei zwar respektabel, aber leider unvollständig, außerdem ist dem Rezensenten das Gesamtbild zu "rosarot" und "harmoniesüchtig".
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…