Arne Cornelius Wasmuth

Hanseatische Dynastien

Alte Hamburger Familien öffnen ihre Alben
Cover: Hanseatische Dynastien
Die Hanse Verlag, Hamburg 2001
ISBN 9783434525899
Gebunden, 238 Seiten, 40,50 EUR

Klappentext

Mit historischen Essays von Torsten Arnhelm Reimers und zahlreichen Fotos. Grafisches Konzept Caroline Backhaus. Über Jahrhunderte haben Familien wie die Amsincks und die Berenberg-Gosslers das wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Leben Hamburgs bestimmt. Und noch immer sitzen die Nachfahren in Kontoren und Büros der Innenstadt, die Erben der legendären Hanseaten, die mit Warenhandel und Bankgeschäften, als Assekuradeure, Anwälte und Senatoren die Stadt und sich selbst zu großem Ansehen und immensem Wohlstand gebracht haben. Dabei vermitteln die Aufnahmen, die in diesem Band versammelt werden, mehr als einen Eindruck des hanseatischen Alltags der großen alten Familien: Sie spiegeln die Macht der Stadt mit ihren Beziehungen in die ganze Welt.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 23.03.2002

Um das, was hanseatisch ist, ranken sich allerlei Legenden, die Rezensent Matthias Wagner in seiner ausführlichen Besprechung auch nur allzu gerne Revue passieren lässt. Der Rezensent ist selbst ein Kenner der Hanseaten (1999 erschien im Siedler-Verlag sein Buch: Hanseaten. Von stolzen Bürgern und schönen Legenden) und dementsprechend kritisch hat er Arne Cornelius Wasmuths Buch beleuchtet. Der Autor sei zweifelsohne ein Kenner der Hamburger "Hochkultur", so Wagner, hatte er doch in der Vergangenheit einen Film und Aufsätze in der Hamburger Lokalpresse veröffentlicht. Sein "opulenter und sorgfältig kommentierter" Bildband "Hanseatische Dynastien" stricke allerdings, moniert der Rezensent, unverdrossen an allen bekannten Mythen weiter. Der Fokus ruhe auf der allgemeinen Annahme, hanseatisch sei gleich bürgerlich, von einfachen Leuten sei bei Wasmuth daher auch nicht die Rede. Aber auch bei der Porträts der "Stadtelite" hätte der Autor ruhig berücksichtigen können, so der Rezensent, dass sich diese zu einem nicht geringen Teil aus dem jüdischen Bürgertum zusammengesetzt hatte - zumindest bis zur Machtergreifung der Nationalsozialisten. Der "Bilder-Streifzug" sei zwar respektabel, aber leider unvollständig, außerdem ist dem Rezensenten das Gesamtbild zu "rosarot" und "harmoniesüchtig".
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