Aus dem Norwegischen von Günther Frauenlob. Die erstaunliche Geschichte einer Frau, der das scheinbar Unmögliche gelang: Seit ihrer Jugend litt Arnhild Lauveng an Schizophrenie, fast zehn Jahre ihres Lebens verbrachte sie in der Psychiatrie. Ihr Leben als Patientin war geprägt von Selbstzerstörung und der niederschmetternden Diagnose, dass ihre Erkrankung unheilbar sei. Doch die junge Frau überwand nicht nur die Krankheit, sondern auch das Gesundheitssystem, das sie gefangen hielt - heute arbeitet sie als klinische Psychologin.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.04.2008
Arnhild Lauvengs Buch über ihre Schizophrenie und ihren Sieg über diese Krankheit hat Melanie Mühl sehr beeindruckt. Beklemmend findet sie die Beschreibung der vielen Monate und Jahre, die Lauveng unter permanenter medizinischer Beobachtung in geschlossenen Anstalten verbrachte. Die Offenheit, mit der die Autorin, die heute völlig gesund ist und als Psychologin in einem Vorort von Oslo arbeitet, ihren Leidensweg beschreibt, hat ihr dabei besonders imponiert. Sie sieht in dem Buch auch eine Kritik und Anklage des medizinischen Systems aus Fallstudien, Krankheitsbeschreibungen und Diagnosehandbüchern. Ein wenig Informationen mehr hätte sich Mühl allerdings über die Vergangenheit von Lauveng, ihre Kindheit, ihre Familie und Freunde gewünscht.
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