Askold Melnyczuk

Das Witwenhaus

Roman
Cover: Das Witwenhaus
Deuticke Verlag, Wien 2008
ISBN 9783552060852
Gebunden, 310 Seiten, 19,90 EUR

Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Andrea und Martin Amanshauser. Drei Dinge, die seinem Vater gehört haben, hat James aufbewahrt: einen britischen Militärausweis, ein großes Gurkenglas und einen Brief in einer Sprache, die er nicht lesen kann. Sie sollen ihm bei der Suche nach der Familiengeschichte helfen. Aus Boston, wo er behütet aufgewachsen ist, reist James nach Wien und weiter in den Osten, in die Ukraine. Er lernt die geheimnisvolle Vera kennen, seine Großmutter, von der sein Vater immer behauptet hatte, sie würde in bitterer Armut leben. Doch die Wahrheit sieht anders aus: Vera war Chefin im"Witwenhaus", einem luxuriösen Bordell, und auch ihre beiden Söhne, seine Onkel, scheinen in ihre undurchsichtigen Machenschaften verstrickt. James sieht sich mit einer brutalen Welt konfrontiert, in der Prostitution und Menschenhandel ganz selbstverständlich zum Geschäft gehören.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.11.2008

Sabine Berking kann dem Roman "Das Witwenhaus" nichts abgewinnen, dessen Autor Askold Melnyczuk sie als Sohn ukrainischer Einwanderer in den USA vorstellt. In seinem jüngsten Roman lässt er seinen Helden nach Oxford und Wien und in die Ukraine reisen, um der rätselhaften Vergangenheit seines Vaters nachzuforschen, erklärt die Rezensentin. Dabei stößt er auf den nach Sibirien verschleppten Bruder des Vaters und ein Bordell in Kiew als Mittelpunkt einer "munteren Familienmafia, so Berking weiter, die hier zumindest die theoretische Möglichkeit für einen annehmbaren Roman sieht. Wegen der vielen Klischees ("ein bisschen Isaak Babel hier, ein bisschen Kommunismus dort, und in der Mitte ein paar liebenswerte Kriminelle"), der schiefen Bilder und des fehlenden psychologischen Tiefgangs aber hat das Buch diese Möglichkeit keinesfalls ausgeschöpft, befindet Berking unfroh.
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