Zwei ungleiche Schwestern teilen sich einen Mann; eine Frau wird nach einem Schicksalsschlag obdachlos und findet in einer Streusandkiste Zuflucht; ein Kater namens Glück ist auf der Suche nach einem neuen Zuhause; eine Tandlerin ist auf Gedeih und Verderb zwei Teenagern ausgeliefert: Asta Scheib spürt in ihren Geschichten Menschen und Schicksale auf, sie schreibt von Einsamkeit und Glück, von kurzen Begegnungen und folgenschweren Entscheidungen, von Mädchen, Müttern und Großmüttern, die sich ihren Platz im Leben erobern.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.08.2011
Vorschlag von Anja Hirsch: Die thematisch weniger spannenden Texte rausschmeißen, die besseren verdichten, so wäre der Band mit Erzählungen von Asta Scheib ein durchweg gelungener gewesen, meint sie. Wäre. So aber bleibt Hirsch nur, sich an den ins Offene laufenden Frauenbiografien im Buch zu erfreuen, denen sich die Autorin mit so viel Empathie widmet. Die in der kleinen Form recht groß erscheinenden Schwächen, wie die Üppigkeit allzu mächtiger Metaphern und der Puderzucker harmonisierter Atmosphäre, lassen sich laut Hirsch allerdings nicht so leicht ausblenden.
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