Aus dem Isländischen von Sabine Leskopf. Mit siebenundvierzig Rezepten und einer Strickanleitung. Eine junge Isländerin ist auf dem Weg zu einer Verabredung mit ihrem Liebhaber, von dem sie sich trennen will, aber er kommt ihr zuvor. Hals über Kopf stürzt sich die junge Frau daraufhin in eine Reise durch ihr Land. Begleitet wird sie von einem kleinen Kind, dem gehörlosen Sohn ihrer Freundin, mit dem sie, die vielsprachige Lektorin und Übersetzerin, Sprache ganz neu lernt. Eine Freundschaft entsteht. Nach vielen Abenteuern treffen sie in einem kleinen Ort an der Ostküste ein und richten sich im alten Haus der Großeltern ein, in dem die junge Frau als Kind viele Sommer verbracht hat.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 14.06.2014
Aldo Keel hat mit "Ein Schmetterling im November" einen herrlich unterhaltsamen Roman der isländischen Autorin Auður Ava Ólafsdóttir gelesen. In diesem zweiten Roman der Autorin, die Kunstgeschichte an der Universität Reykjavik lehrt, folgt er einer 33-jährigen Ich-Erzählerin, die erst vom Liebhaber, dann vom Ehemann verlassen wird und sich schließlich zwecks Selbstfindung und in Begleitung eines gehörlosen und sehbehinderten Kindes in ein Landhaus im Osten des Landes zurückzieht. Der Rezensent ist nicht nur ganz hingerissen von den exzellenten Sprachspielen der Autorin, die auch die nonverbale Kommunikation mit dem Kind herausragend zu beschreiben vermag, sondern auch von Ólafsdóttirs Schilderungen dieses zauberhaften Landes mit seinen Eigenarten. Die 47 isländischen Rezepte im Anhang haben den Rezensenten schließlich vollends verzückt.
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