Kinder bekommen - was bedeutet das heute? Dieses Buch bietet Argumente für alle, die sich mit dem Kinderwunsch auseinandersetzen. Warum wollen wir überhaupt eigene Kinder? Dürfen wir entscheiden, welche Kinder wir bekommen und welche nicht? Ist es für Kinder irgendwann zu spät? Und welche Technologien dürfen wir nutzen auf dem Weg zum Wunschkind? Früher entschied das Schicksal, ob wir Kinder bekommen und welche Kinder wir bekommen. Heute ist es zunehmend steuerbar. Die Philosophin Barbara Bleisch und die Rechtswissenschaftlerin Andrea Büchler ergründen, wie weit unsere Autonomie bei der Reproduktion reicht und welche Verantwortung die neu gewonnene Freiheit mit sich bringt - für zukünftige Mütter und Väter, für unsere Kinder, aber auch für uns als Gesellschaft.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.08.2020
Kein Thema bleibt unberührt, kein Aspekt ausgelassen in diesem Kompendium zum Stand der Reproduktionsmedizin und der dazugehörigen Debatten, versichert Rezensentin Kerstin Maria Pahl: Pränatal- und Präimplantationsdiagnostik, Abtreibung, Leihmutterschaft, alles behandeln die Autorinnen Barbara Bleisch und Andrea Blücher ausführlich und mit "argumentativer Gewissenhaftigkeit". Spannend findet die Rezensentin den Blick in die wissenschaftliche Zukunft, etwa auf die Gen-Schere, die künftig Baby editieren könnte. Weniger angetan ist sie von der erschöpfenden Darlegung vielfältiger Drittmeinungen, die der Leserin wenig Raum zum Selberdenken lassen. Mehr Mut zur Kontroverse hätte dem Buch auch gut getan, meint die Rezensentin.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 22.05.2020
Rezensentin Susanne Billig empfiehlt das Buch der Ethikerin Barbara Bleisch und der Medizinrechtlerin Andrea Büchler über Fortpflanzungsmedizin heute als sachkundigen, umfassenden Überblick über die ethischen Fragen von Leihmutterschaft etc. Dass die Autorinnen die verschiedenen Perspektiven auf das Thema rechtsphilosophisch analysieren, ergibt laut Rezensentin einen anspruchsvollen, jedoch auch auf manch kritischen Aspekt (etwa über die Leihmutterdienste indischer Frauen) verzichtenden Text, der zu eigener Meinungsbildung einlädt.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…