Das Werk des berühmten Exegeten und Bibelübersetzers Hieronymus (um 347 bis 419/20) besteht zu einem großen Teil aus Briefen. Barbara Conring untersucht diese aus literaturwissenschaftlicher Perspektive und kommt zu dem Ergebnis, dass einige Texte neu interpretiert werden.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 10.01.2002
Der lateinische Kirchenvater Hieronymus galt neben Augustinus und vor Desiderius Erasmus als einer der wichtigsten und einflussreichsten Briefeschreiber seiner Zeit, weiß Angelika Dörfler-Dierken. 130 seiner Briefe, weniger Privatpost denn theologisch-exegetische Abhandlungen, sind erhalten geblieben, von denen Barbara Conring vier analysiert hat, berichtet die Rezensentin. Das ist mehr als genug für eine Abhandlung, denn Hieronymus' Schriften hatten durchaus die Länge kleiner Bücher, waren zur allgemeinen Lektüre gedacht und enthielten Gedanken zur Seelsorge, zu theologischen Überzeugungen und zur Ethik, so Dörfler-Dierken. Die Rezensentin lobt die Autorin dafür, dass sie in den vier Briefen den "Moment der Christianisierung" des römischen Reiches, die neue Bedeutung der Gattung Brief und die geschickte Selbstinszenierung des kirchenpolitisch ambitionierten Exegeten und Asketen Hieronymus klar erkannt habe.
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