Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 05.08.2002
"Auf kein Geschichtswerk ist so viel Deutungsarbeit verwendet worden wie auf die Geschichtsbücher des Alten Testaments", schreibt Friedemann Voigt und ist daher sehr erfreut darüber, dass der Göttinger "Alttestamentler" Rudolf Smend seine bereits 1970 erschienene und längst vergriffene Studie über die "Mitte" dieses Werks überarbeitet und "in leicht veränderter Zusammenstellung" nun neu aufgelegt hat. Geradezu "tugendhaft" geht der Forscher, so der Rezensent, in seinen Aufsätzen dem Alten Testament und der Geschichte seiner Erforschung auf den Grund. Dabei lege Smend Wert darauf, das "Format der Interpretation" bei Spinoza, Buber, Herder und anderen zu erkunden. Besonders überzeugend findet Voigt, dass der Autor das Alte Testament nicht unter statischen, sondern unter dynamischen Gesichtspunkten betrachte, denn nur so lasse sich, stimmt auch der Rezensent zu, Geschichte und Theologie in einen sinnvollen Zusammenhang bringen. Mit "exegetischer Feinarbeit", die in den vierzehn Aufsätzen "versiert" durchgeführt wird, präsentiert Smend einerseits "Spezialkenntnisse", befriedigt aber andererseits auch ein "allgemeines Bildungsbedürfnis", lobt Voigt.
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