Das Leben und Werk des Historikers Erich Maschke (1900-1982) ist durch die Kriege und Krisen, Wandlungen und Brüche Deutschlands im 20. Jahrhundert geprägt. Maschke war 'Ostforscher' und Historiker für den Nationalsozialismus, wandelte sich während seiner Kriegsgefangenschaft in der Sowjetunion und wurde später zum Pionier der Sozialgeschichte. Diese Studie beleuchtet, inwiefern das Verhältnis von Geschichtswissenschaft und Politik eine Konstante in Maschkes Werk und Wirken bildet. Sie beschreibt dabei einen in der deutschen Geschichtswissenschaft seltenen fachlichen und beruflichen Neubeginn.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.03.2017
Christoph Klessmann lernt bei Barbara Schneider den nationalsozialistisch orientierten Ostforscher Erich Maschke und die an ihm exemplifizierte Verbindung von Wissenschaft und politischem Engagement kennen. Das Kapitel über Maschke als Leiter der Historischen Kommission für die deutschen Kriegsgefangenen findet Klessmann besonders spannend, da die Autorin ihm nicht zuletzt die Hintergründe des zeithistorischen Großprojekts vor Augen führt. Dass es Schneider bei der Auswertung des umfangreichen Archivmaterials zu Maschke nicht um eine klassische Biografie geht, wie Klessmann feststellt, sondern um die wissenschaftlichen und politischen Linien in Maschkes Wirken, lässt Klessmann den Band als wichtigen Beitrag zur Disziplingeschichte von Teilen der Mediävistik und der Ostforschung lesen. Redundanzen, sprachliche "Unebenheiten" und die häufige Unentschiedenheit der Autorin im Urteil über Maschke schmälern laut Rezensent den Lektüregewinn.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…