Ausgangspunkt für eine umfassende Analyse protohistorischer Kulturen im Süden der koreanischen Halbinsel und im Westen des japanischen Archipels bildet ein chinesischer Text aus dem dritten Jahrhundert, das Wei-chi Tung-i-chuan (Beschreibung der Ostbarbaren, in: Annalen der Wei), der hier erstmals vollständig in die deutsche Sprache übersetzt vorgelegt wird. Im Spiegel der textlichen Auskünfte lässt das umfangreiche archäologische Material der metallzeitlichen Gemeinschaften das Bild eines lebendigen, durch mannigfaltige Wechselbeziehungen geprägten Kulturraumes um die Straße von Korea entstehen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.10.2004
Steffen Gnam zeigt sich beeindruckt von dieser Studie, in der Barbara Seyock die frühen Kulturen in Südkorea und Westjapan untersucht. Dabei übersetze die Autorin nicht nur ein Standartwerk der chinesischen Geschichtsschreibung aus dem dritten Jahrhundert, das als "älteste ausführliche Quelle" zu den südkoreanischen und japanischen Kulturen gelte "erstmals vollständig" ins Deutsche, sondern vollziehe auch die Entwicklung und Ausbreitung des Nassreisanbaus nach. Insbesondere, dass diese Studie entgegen den bisher gern "postulierten Identitäten" der verschiedenen Kulturen die Gemeinsamkeiten und gegenseitigen Beeinflussungen offen legt, lobt der Rezensent als Verdienst dieses Buches.
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