Aus dem Amerikanischen von Ilse Strasmann. Wie viele Forscher vor ihm ist auch er fasziniert von unendlichen Weiten, dem Zauber und der Fremdheit jener Welt aus Eis, Wind und Licht. Aber im Unterschied zu oftmals romantisierenden Reiseberichten stellt Lopez nicht seine Empfindungen in den Mittelpunkt, sondern Menschen und Tiere, denen die Arktis Heimat und Lebensraum ist. Respektvoll und einfühlsam beschreibt er das Leben der Eskimos, erkundet Sozialverhalten und Gewohnheiten arktischer Tiere wie der Polarbären oder der Einhornwale. Er berichtet von Menschheitsträumen, die mit der Arktis verbunden sind und dort oftmals ihr kaltes Ende fanden.
Die Poesie der Arktis entdeckt Rezensent Wolfgang Lechner in Barry Lopez Reisebuch. Keineswegs das Bild eines toten Landes findet er hier bestätigt, sondern die Faszination einer belebten Welt tut sich ihm bei der Lektüre auf. Wenn der Rezensent dann auch noch schwärmt, dass dieses Buch "die Referenz für alle Reisebücher über die Arktis " ist, können wir langsam nachvollziehen, welche suggestive Wirkung diese Buch haben muss, damit sich jemand wie der Rezensent "trotz Kälte und Kriebelmücken dorthin" wünschen kann. Gute Reise!
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