Weniger des gefälligen Klanges, sondern eher des schönen Scheines wegen wurde die westliche, besonders deutsche Musik im Japan der Meiji-Zeit (1866-1912) eingeführt - als ein Beitrag zur Aufbesserung des staatlich-gesellschaftlichen Kulturprestiges. Die Diskussion des empirischen Falles fokussierte dabei die Gründung und den Ausbau der Tokyo Musikschule sowie deren Orientierung am Vorbild der klassischen Musik deutscher Provenienz. Ein vom Verfasser eigens entwickeltes Theoriestück zur politischen Unterlegenheit und ihrer Überwindung wurde zur Erklärung dieses Falles benutzt. Die gesamte Studie ist in kritischer Anlehnung an und Auseinandersetzung mit Max Weber geschrieben, wobei dessen methodologische Position besonders gewürdigt wurde.
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