Gespräche mit Peter Hagmann und Erich Singer. Der weltberühmte Dirigent Bernard Haitink feiert 2019 seinen 90. Geburtstag und wird sich nach seinem Haitinks Abschiedskonzert am 6.9.2019 in Luzern "eine unbefristete Auszeit" gönnen - Anlass genug, die Aufmerksamkeit auf ihn zu richten, der das Rampenlicht nie gesucht hat: Sein Tun war kompromisslos auf die Musik fokussiert. Im Zentrum des Buches stehen Gespräche, die die beiden prominenten Autoren von 2007 bis 2019 mit Bernard Haitink geführt haben. Sie beleuchten das Leben und Schaffen Haitinks gleichermaßen: von den Jugendjahren des gebürtigen Amsterdamers in den von den Deutschen besetzten Niederlanden, seiner Ausbildung zum Geiger bis zur Dirigentenlaufbahn. Vertieft wird dies in thematischen Blöcken zu Haitinks Musizieren, seinen Interpretationsansätzen und seinen pädagogischen Tätigkeiten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.09.2019
Clemens Haustein hätte sich mehr erwartet von dem von Peter Hagmann und Erich Singer erstellten Gesprächsband. Bernards Haitinks Bekenntnisse im Buch beschränken sich laut Rezensent auf Fragen der frühen Scheu oder auch Achtung vor dem Dirigentenberuf und auf einige wenige Sottisen über Kollegen, die Haustein immerhin zu erfreuen scheinen. Die der Finanzierung des Bandes geschuldeten Fragen und Antworten zu den Luzern Festwochen und zur Tonhalle Zürich findet Haustein gelinde gesagt überflüssig, über Haitinks Lieblingsbuch "Doktor Faustus" wäre allerdings eingehender zu reden gewesen, meint er. Auf manch allzu bewundernde biografische Note im Band hätte der Rezensent dafür gern verzichtet.
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