Wolfgang Schreiber

Große Dirigenten

Cover: Große Dirigenten
Piper Verlag, München 2005
ISBN 9783492045070
Gebunden, 530 Seiten, 24,90 EUR

Klappentext

Mit einem Vorwort von Sir Peter Jonas. Die großen Dirigenten faszinieren das Publikum, Orchestermusiker lieben, verehren oder hassen die "Magier des Taktstocks". Bis heute ist die Neuberufung eines "Chefs" für ein großes Orchester Thema einer breiten Öffentlichkeit. Wolfgang Schreiber hat die Maestri seit Jahrzehnten als Kritiker begleitet. Sein Buch stellt sie vor, erzählt von ihrem Leben und von ihrer Musik. Die großen Dirigenten-Legenden wie Toscanini, Furtwängler, Walter, Kleiber, Klemperer, Busch, Karajan, Bernstein oder Celibidache werden ebenso gewürdigt wie die Stars von heute, also Abbado, Barenboim, Rattle, Jansons, Thielemann, Salonen, Nagano oder Chailly. Zahlreiche Porträts herausragender Dirigenten aus nationalen Schulen, von Vertretern des Originalklangs (Harnoncourt, Gardiner und andere), von Dirigentinnen (wie Simone Young und Marin Alsop) und Jungstars komplettieren den Band.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 20.04.2006

Dem Buch des langjährigen Musikkritikers Wolfgang Schreiber sei anzumerken, dass dem Autor seine "Bewunderung für Musiker und Musik und was sie mit uns machen" nicht abhanden gekommen ist, stellt Mirko Weber fest. Nicht richtend, sondern beobachtend und hörend nähere sich Schreiber den großen Meistern am Pult, wobei biografische Details zwar skizziert werden, aber nicht im Vordergrund stehen. Die auf einer Rundfunkserie basierende Sammlung gehe nicht chronologisch vor, was für den Rezensenten durchaus reizvolle Kontraste mit sich bringt, wenn etwa der Avangardist Pierre Boulez vor Furtwängler plaziert werde. Ganz frei von Vorlieben sei auch Wolfgang Schreiber nicht, moniert Mirko Weber und findet die München-Fraktion unter den Dirigenten zu stark vertreten. Obwohl CD-Hinweise fehlen, sei das Buch aber eine animierende Lektüre.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.12.2005

Sichtlich verärgert zeigt sich Rezensent Jürgen Kesting über eine derart unkritische und undifferenzierte Art der "Heldenverehrung" von 124 Dirigenten. Nichts von dem, was der Rezensent als Minimalstandard betrachtet, sei bei Schreiber zu finden. Keine Geschichte des Dirigierens im Hinblick auf Schulen und Traditionen, keinerlei erkennbares Ordnungsprinzip, "völliger Verzicht" auf "analytisch-differenzierte Beschreibungen", Das Fehlen wichtiger dokumentarischer Daten und Hinweise, und selbst das Karajan-Kapitel mit dem Titel "Musik, Macht und Medien" spare die wirklich wichtigen "Details" wie etwa die Höhe der Gagen aus. Dieses inhaltliche Manko, so der Rezensent, gleiche der Autor durch ein "Treibhaus feuilletonistischer Stilblüten" aus. Mit seinen "weihevollen Formeln" im "parataktischen Parlando" diene der ansonsten so "kundige" Kritiker Wolfgang Schreiber nichts anderem als dem alten "Mythos Maestro".

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