In Deutschland und den USA herrschen unterschiedliche Wert- und Moralvorstellungen. Dies wird nicht nur in der Politik, sondern auch im Wirtschaftsleben der beiden Länder deutlich. Eine fundierte systematische Aufarbeitung der amerikanischen Business Ethics in Theorie und Praxis fehlte allerdings bisher. Bettina Palazzo analysiert die unternehmensethischen Debatten und Diskurse sowie die zugrundeliegenden kulturellen Hintergrundannahmen in beiden Ländern und untersucht ihre konkrete Umsetzung in die unternehmerische Praxis. Ziel ist die Weiterentwicklung der Unternehmensethik sowie eine effektivere transatlantische bzw. interkulturelle Verständigung.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.03.2001
Voll des Lobes für dieses "ausgesprochen erhellende" Buch ist die Rezensentin Karen Horn. Der Autorin gelinge es "klug geordnet" und mit "klarer Sprache" das unterschiedliche Verhältnis von deutscher und amerikanischer Unternehmensethik herauszuarbeiten, so die Rezensentin. Zudem verfalle die Autorin dabei nicht in Floskeln, sondern bemühe sich um eine differenzierte Analyse der kulturellen Bedingungen der verschiedenen Ethikkonzepte. Somit eine äußerst "lehrreiche" Studie, die für die Rezensentin einen wichtigen Beitrag zu einem vorurteilsfreien "Dialog der Kulturen" darstellt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 16.01.2001
Keine leichte, aber eine hoch interessante Lektüre, meint Volker Wörl über die Dissertation von Bettina Palazzo, die sich vor allem über die unterschiedlichen kulturhistorischen Bedingungen der Unternehmensethik in Deutschland und Amerika Gedanken macht. Im ersten Teil ihres Buches geht Palazzo auf die unterschiedlichen Theorieschulen ein, wobei Wörl einfließen lässt, dass der Bereich Unternehmensethik in Amerika viel älter ist. Wo die Amerikaner dazu neigten, ihre Übereinstimmung zu betonen, führten die Deutschen einen Kampf der verschiedenen Schulen, lautet ein Resultat von Palazzos Untersuchung. Dennoch oder gerade deshalb setzten die amerikanischen Unternehmen viel mehr auf den Individualismus ihrer Mitarbeiter als die deutschen, die durch Regeln und Vorschriften das soziale Miteinander kontrollierten. Übertragbar seien die amerikanischen Modelle jedoch nicht so ohne weiteres, meint der Rezensent, der an die Maxime der Autorin erinnert, mit der sie auch Trägerin des Max-Weber-Preises für Wirtschaftsethik geworden ist: das Eigene sehen, das Fremde anerkennen und produktiv verarbeiten.
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