Bettina Weiguny

Die geheimnisvollen Herren von C & A

Der Aufstieg der Brenninkmeyers
Cover: Die geheimnisvollen Herren von C & A
Eichborn Verlag, Frankfurt am Main 2005
ISBN 9783821856001
Gebunden, 232 Seiten, 21,90 EUR

Klappentext

Mit seinen rund 30.000 Mitarbeitern in 600 Filialen, davon 250 in Deutschland, ist das Unternehmen C&A eines der ältesten und größten europäischen Modehäuser. C & A, benannt nach den gründern Clemes & August Brenninkmeyer, ist zudem Teil eines weitverzweigten, unübersichtlichen Konzerns mit Holding in der Schweiz, riesigen Immobilienvermögen, diversen Anlagegesellschaften und einer Besonderheit: Seit mehr als 150 Jahren ist der Konzern fest und zu 100 Prozent in der Hand der Familie und wird weltweit von mehr als 100 Brenninkmeyer-Erben geführt. Dies ist das erste Buch, das einen Blick hinter die Fassade des öffentlichkeitsscheuen Familienunternehmens wirft. Denn die Brenninkmeyers leben nach eigenen Gesetzen - zurückgezogen, streng katholisch und patriarchalisch. Die Leser erfahren von entlassenen Liebespaaren, von Kasernierung des Manager-Nachwuchses, von Urenkelinnen ohne Erbe und von den Briefen an Hermann Göring. Nach verschiedenen Gesprächen und Interviews - mit aktuellen C&A-Chefs, mit Managern, Familienmitgliedern und Vertrauten der Familie - schildert die Autorin die Eigenheiten des Clans, die Höhen und Tiefen des Unternehmens und führt aus, wie sich die Textilkette in Zukunft gegen die Konkurrenz von H&M oder Zara behaupten will.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 17.03.2005

Es sind nur wenige Betriebsinterna der Familie Brenninckmeyer bekannt, weiß Sabine Vogel und glaubt, dass Bettina Weiguny mit ihrem Titel genau darauf anspielt. Als Familienunternehmen ist die Firma nicht verpflichtet, ihre Bilanzen zu veröffentlichen. Der Zusammenhalt des Brenninckmeyer-Clans, einst eine Tuchhändlerfamilie aus dem Tecklenburger Land, die mittlerweile gut tausend Gewerbeimmobilien in ganz Europa besitzt, muss schon ungeheuer groß sein, wenn so wenig nach außen dringt, vermutet die Rezensentin. Auch dass nur männliche Familienmitglieder Chefanwärter seien, spräche für einen ungewöhnlichen Traditionalismus. Leider konnte die Rezensentin zu ihrem Bedauern keine besonders aufschlußreichen Informationen aus dem Buch von Bettina Weiguny beziehen, was zum einen darin liege, dass sich die Verfasserin auf die Chef- und Managerperspektive beschränkt und damit einen großen Teil der Firmengeschichte schlicht vernachlässigt, zum anderen lese sich das Ganze wie ein längerer Artikel aus dem "Handelsblatt": "vertextete Statistiken", die schlicht langweilig seien.

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